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08. Mai 2019
 

Reiseberichte Kverneland Accord Chor

Konzertreise des Kverneland Accord Chores Soest vom 16.- 20. Mai 2007
                        Fotos demnächst hierzu in der Chor Fotogalerie
 

Es war noch früh am Morgen, als sich der Bus mit 28 Mitgliedern des Kverneland Accord Chores auf den Weg zum Düsseldorfer Flughafen machte. Verständlich,
dass es im Bus noch ziemlich ruhig war. Vielleicht lag es auch daran, dass viele zum ersten Mal auf eine Konzertreise nach Norwegen fuhren und wir von daher natürlich gespannt auf das waren, was uns erwartete. Mit dem notwendigen Treibstoff in der Tasche, weil Alkohol in Norwegen so teuer ist, ist die Mitnahme ein Muss, ging es los. Geschenke und Eigenbedarf waren zu decken. Mit alle Mann an Bord harrten wir der Dinge, die da auf uns zukommen würden.

Nach 1.5 Stunden trafen wir in Düsseldorf ein. Dorthin war auch unser Chorleiter Gerd Sorg mit seiner Frau aus Velbert angereist. Erstaunlich wie viel schon auf dem Flughafen los war. Da wir gut durchgekommen waren, reichte die Zeit noch für einen Cappuccino. Um 10.10 Uhr war es denn endlich soweit, Unsere Maschine der Skandinavian Airlines hob pünktlich ab und landete um 11.25 Uhr in Kopenhagen. Die Aufenthaltszeit war nicht lange. Trotzdem mussten wir noch eine Kleinigkeit zu uns nehmen, da es im Flugzeug nichts zu essen gab. Das taten auch viele. Mit dem Flugzeug von Kopenhagen nach Stavanger, einer Propellermaschine, landeten wir gegen 14.00 Uhr auf dem Flughafen „Sola“ in Stavanger. Wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, waren es ca.12 Grad, also etwas frisch. Zwei Gepäckstücke, fehlten, aber  die Zusicherung, dass am Tag mehrere Flugzeuge Stavanger anfliegen, gab uns die Gewissheit, dass das Gepäck noch am selben Tag nachgeliefert wurde. dem war auch so, die Koffer wurden per Taxi um 22.00 Uhr im Hotel abgeliefert. Überraschend war, dass auf dem Flughafen keine Zollkontrolle stattfand. Hätten wir das vorher gewusst!

Norwegen – ein Land unermesslicher Weite.
Während Norwegen von der Ausdehnung her nur gut 10 % kleiner als Deutschland ist, hat dieses Land dagegen nur 4.5 Mio. Einwohner, 14.1 Einwohner pro km², Deutschland hat 231 Einwohner pro km².

Als wir den Flughafenausgang nahmen, wartete schon ein ausgesprochen futuristisch gestylter Bus auf uns. Der Inhaber des Busunternehmens fuhr selbst den nagelneuen Bus und gab uns die ersten Informationen. Sandnes, der Ort unseres Hotels, hatte 60 000 Einwohner, das 25 km entfernt liegende Stavanger 115 000 Einwohner (viertgrößte Stadt Norwegens). Es dauerte nicht lange, dann waren wir schon am Hotel Sverre in Sandnes. Der Tag war noch lang. Der größte Teil sah sich in der Stadt um und wartete darauf, dass es in einem Chinesischen Lokal etwas zu essen gab, einige machten sich aber auf den Weg nach Stavanger, mit der Bahn etwa 15 Minuten entfernt. Bei herrlichem Sonnenschein ging es auf einen kleinen Stadtrundgang.  Stavanger ist nicht nur ein Zentrum von Wirtschaft und Handel. Die Stadt bietet auch Kultur aller Art. Schließlich ist Stavanger für das Jahr 2008 zur Europäischen Kulturhauptstadt gewählt worden. Seinen Wohlstand verdankt Stavanger dem Meer. War es zuerst der Fischreichtum, so ist es ab 1969 das „schwarze Gold“ aus dem Meeresgrund. Stavanger wird die Ölhauptstadt Norwegens genannt.
Zu mehr als einem Spaziergang durch die Stadt kam es dann allerdings nicht mehr, weil die meisten Kirchen und Museen schon um 16.00 geschlossen hatten. Gerne hätten wir uns die Domkirche angesehen, die sich in wuchtiger Majestät über die Häuser der Innenstadt erhebt. Ein bisschen entschädigt wurden wir durch die im Sonnenlicht glänzende gut erhaltene Reihe von Seemannshäusern am lang gestreckten Hafen. Vom Valberg Turm oberhalb des Hafens aus hatten wir einen herrlichen Ausblick auf das gesamte Hafengebiet. Das Ölmuseum, meerseitig ähnlich einer Ölplattform gestaltet, konnten wir nur von außen betrachten. Aber vielleicht kommen wir ja noch mal nach Stavanger! Es ist ein lohnender Besuch.
Mit einem kleinen Rundgang durch die Altstadt, das Gamble Stavanger, beendeten wir unseren Kurzbesuch in dieser schönen Stadt. Wie im Bilderbuch
wirken die schmalen Straßen mit den kleinen, blau - weißen Holzhäusern und
ihren buntbemalten Haustüren.
Der Zug bringt uns wieder nach Sandnes. Natürlich ist der Tag für die meisten
noch nicht zu Ende. Einige schauen sich noch in einer Hotelbar um und tanzen zu Rockmusik, andere setzen sich noch ein wenig auf einen Flur unseres Hotels, um sich an Hochprozentiges zu gewöhnen. Wir waren alle in guter Stimmung.

Am nächsten Morgen schien die Sonne hoch vom Himmel. Schon früh kamen Autos vor unserem Hotel an, die Familien mit Kindern in sehr schönen landesüblichen Trachten ausluden. Manche kamen zu Fuß, um vielleicht Verwandte zu besuchen. Eine Ehrenabordnung zog vor einem Denkmal auf und legte dort einen Kranz nieder. Es war der Nationalfeiertag.
Am 17. Mai jeden Jahres wird der ersten Norwegischen Verfassung von 1814 mit zahlreichen Paraden in allen Orten Norwegens gedacht. Tradition ist etwas, was im Land der Fjorde bis heute groß geschrieben wird. Auch im Jeans – Zeitalter hat noch fast jeder Norweger und jede Norwegerin eine Tracht im Schrank hängen. Bei Familienfesten, wie Hochzeiten oder Taufen, aber auch zu kommunalen Feiern – ganz bestimmt aber am 17.Mai. Am Nationalfeiertag finden in jeder Stadt und jeder Gemeinde farbenfrohe Umzüge statt mit Fähnchen schwingenden Menschen. jede Tracht ist mit bunten Stickereien und Borten geschmückt, je nach Region etwas unterschiedlich verteilt, aber immer mit viel kräftigem Rot. Nach einem guten Frühstück stand die Kinderparade auf dem Programm. Ab 10.00 Uhr zog eine Schule nach der anderen, aufgeteilt nach Klassen, Turngruppen,Kindergärten usw.  Fähnchen schwenkend und singend durch die Straßen und freuten sich, einfach bei der Parade mitmachen zu können. Es waren so viele Gruppen, dass wir sie nicht alle zählen konnten. Immer wenn das Lied „Alle Vögel sind schon da“ gesungen wurde (natürlich auf Norwegisch), stimmten wir auf Deutsch mit ein. Das war das richtige Lied für Walter Peck. Er strahlte dann immer über sein ganzes Gesicht. Gegen 11.00 war der Zug zu Ende. Dann zogen die Schulkinder in ihre Schulen, wo es Kaffee und Kuchen gab. Der Schulhof war mit Eltern und Kindern übersät, die Musikvorstellungen folgten oder sich einfach was erzählten. Da wir gut gefrühstückt hatten, reichte den meisten ein großes Stück Kuchen vom Kuchenbuffet der Schule.

Ein Mittagsschläfchen tat dann vielen noch gut, bevor es zum Konzertplatz ging, wo wir  um 14.15 Uhr  dann unser erstes Platzkonzert mit dem Musikkorps
„Qvadrat“ aus Sandnes gaben. Die norwegische Mutterfirma Kverneland ASA mit einem  Blasorchester aus Sandnes, das schon zweimal in Soest war, hatte uns eingeladen.  Das Konzert fand auf einem nahe gelegenen Konzertplatz statt. Audun Berg und seine Gattin, sowie Jan Eric Bergsrønning spielten in der Kapelle mit. Dadurch war der Kontakt zu Kverneland ASA gegeben. Abwechselnd sang der Kverneland Accord Chor und spielte das Musikkorps. Es hörte sich schon gut an, ein Vorgeschmack auf das, was uns am nächsten Tag beim Hauptkonzert erwarten sollte. Wenn auch wenig Zuhörer dort waren, wir beklatschten uns
gegenseitig und man merkte, es machte allen Spaß.
Ein Höhepunkt unserer Reise kam aber erst kurze Zeit später, wir waren eingeladen, an der Hauptparade am Nachmittag teilzunehmen. In Sängerkluft ging es zum Bahnhofsvorplatz, wo sich schon zahlreiche Gruppen eingefunden hatten. Wir konnten hinter dem Musikkorps „Quadrat“ nach der Musik marschieren. Mit 10 Dreierreihen, machten wir ganz schön etwas her. Natürlich hatte jeder ein Fähnchen mit den norwegischen Nationalfarben in der Hand. Schmunzelnder Weise und ab und zu in die Menge winkend zogen wir 1.5 km durch die Straßen. Wenn von der Blaskapelle „Glory Glory Halleluja“ gespielt, sangen wir den Refrain immer lautstark mit.
Es sah alles wie geplant aus.  Dicht gedrängt standen die Zuschauer am Straßenrand. Applaudierte jemand bei uns,  bedankten wir uns durch Zuwinken. Zuwinken konnte Hubertus am besten.  Mit seinem queenhaften Lächeln und dem zurückhaltendem Winken gewann er die Blicke der Zuschauer.
Wer das nicht gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, wie viele Gruppen  auf den Beinen waren. Turnvereine, Rennradfahrer, Musikgruppen, Sportkampfgruppen usw., die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein. Die Norweger sind eben  ein traditionsbewusstes und stolzes Volk. Die gute Atmosphäre trug auch dazu bei, dass wir alle gut gelaunt waren.
Der Hunger trieb uns nach Ende der Parade dann schnell ins Hotel. Wir konnten uns noch kurz umziehen dann wurden wir abgeholt und steuerten auf ein sehr schönes Restaurant hin: GamlaVaeket, eine ehemalige Fabrik für Backsteine. Das alte Gebäude mit Backsteinmauern hatte bei Kerzenlicht eine wunderschöne Atmosphäre und das Essen sollte auch gut sein, wie wir bald feststellten. Nach der Vorspeise mit Spargel, gab es Lammkoteletts und  eine norwegische Nationalspeise. Der Nachtisch setzte sich aus verschiedenen Mousse – Sorten zusammen. Eine Tasse Kaffee rundete das leckere  Essen ab. Kein Essen endet ohne Kaffee. Er wird so gern getrunken, dass auch in Restaurants üblicherweise nur die erste Tasse ihren Preis kostet. Das Nachgießen ist dann kostenlos oder deutlich billiger. Die Umrahmung des Abends war natürlich mit musikalischen Einlagen gegeben. Dabei wechselten sich Lieder aus unserem Repertoire und Volkslieder (viele von uns hatten ein kleines Liederbuch mitgenommen) ab.
Schön, wie Audun Berg immer wieder uns bat, das eine oder andere Lied anzustimmen, das er noch von vorherigen Treffen im Gedächtnis hatte. Er ließ auch nicht aus, seine besonders herzliche Beziehung zum verstorbenen Vorsitzenden Walter Born hervorzuheben. Audun Berg war mit seiner Gattin ein perfekter Gastgeber. Er ging im Laufe des Abends von Tisch zu Tisch, um möglichst viele von unserer Gruppe mal sprechen zu können.  Da sah man schon, das waren feine Leute. Ebenfalls waren Jan Erik Bergsrønning und seine Gattin liebenswerte Gastgeber
Der Nachtisch wurde durch musikalische Einlagen verlängert. Die Norweger fingen
sogar mit Schunkeln und Rheinliedern an. Ein lustiges Völkchen. Da waren wir natürlich auch nicht mehr zu halten. Das war Walter Pecks Stündchen für „Walters Hitparade der Volkslieder“ Ein Lied folgte dem anderen. Nur gut, dass wenigstens einer mehrere Strophen von einem Lied singen kann. Und Udo Lippe schwamm als „Fischlein“ durch die Reihen und sang „Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär …“
Da kam auch schon der Zeigefinger unseres Chorleiters Gerd Sorg, an das Konzert des nächsten Abends zu denken und unsere Stimme nicht zu sehr zu strapazieren. Eine kleine Dankesrede von Bodo Brückner durfte auch nicht fehlen. Wir waren ja auch alle sehr zufrieden.
Die Warnung von Herrn Sorg muss sich wohl jeder zu Herzen genommen haben,
denn erstens war jeder beim Konzert zur Stelle und es hat alles gut geklappt. Aber darüber später.
Zunächst ging es am nächsten Morgen zur Besichtigung zur Firma Kverneland ASA in Klepp. Ein Zeitmanager führte uns durch die riesigen Fertigungshallen, in denen Flügel für landwirtschaftliche Geräte hergestellt wurden. Dann kamen wir
in die Halle, in denen die Geräte zusammengesetzt wurden. Da an diesem
Tag wegen des Nationalfeiertags am Donnerstag ein Brückentag war, hatten viele Urlaub genommen. Ansonsten hat die Firma 500 Beschäftigte. Da es in Norwegen
keine Arbeitslosigkeit gibt, sucht die Firma zur Zeit noch 30 Arbeitskräfte. Zum Essen (Lasagne) waren wir eingeladen. An schön gedeckten Tischen schmeckte es besonders gut. Begrüßt wurden wir vom Geschäftsführer Ingvald Loyming, der dann auch genügend Zeit hatte, Fragen zu beantworten.
Mit einem kleinen Ständchen machten wir einigen Mitarbeitern in der Kantine noch eine Freude. Dann stand auch schon der Bus bereit, der uns zum Hotel zurückbrachte.
Um 17.00 Uhr wurden wir zu Fuß zur Konzerthalle abgeholt. Zunächst sangen wir die eine oder andere Strophe, um uns einzusingen und uns vor allem auch an die Raum-Akustik zu gewöhnen. Die war gut.
Wenn auch wenige Zuhörer zu unserem Konzert gekommen waren, war es trotzdem ein schönes Konzert. Nachdem der Kverneland Accord Chor zunächst einige Lieder gesungen hatte, spielte das Blasorchester, dessen Musik unter Leitung des  Dirigenten Ingvard Maeland uns sehr überzeugte. Sie hatten ein breites Repertoire und verstanden es auch, mit bekannten Melodien Chor und Zuhörer mitzureißen. Ein besonderer Genuss waren das Vilja – Lied mit der Solistin Kari Sirum Novak und eine Trompeteneinlage.
Da wir abwechselnd gesungen und gespielt haben, konnte sich die jeweils andere
Gruppe zum Publikum setzen, aufmerksam zuhören und applaudieren. Dadurch kam immer etwas Fülle in den Zuhörerraum. Aber wir merkten auch, dass allein schon das Singen und das Spielen dem Chor bzw. Blasorchester Freude und Spaß machten.  An der Mimik unseres Chorleiters war abzulesen, dass auch er begeistert war. Ob ihm wohl ab und zu die Armhaare zu Berge standen? Wir vermuten es einfach mal, denn wenn man genau hinschaute,  wellten sich seine Jackenärmel an einigen Stellen.
Er verstand es wie immer mit wohl gesetzten Worten einzelne Gesangsteile für die Zuhörer einzuleiten. Das ist eine seiner Stärken.
Mit Standing Ovations der Blaskapelle und der anderen Zuhörer wurden wir verabschiedet. Das tat gut. Audun Berg meinte dann auch, er hätte den Chor noch nie so gut singen hören. Ein schönes Kompliment für Chor und Chorleiter.

Anschließend hatten wir uns dann wieder ein gutes Essen verdient, diesmal im
griechischen Restaurant „Akropolis“ mit Oliventellern, gebackenen Tintenfischringen, Mixed Pickels, Lammfleisch und Gyros, reichlich und gut.
Die Preise waren allerdings dann auch eine Überraschung.
Aber wir wussten ja, dass Norwegen teuer ist, z.B. ein Bier ca. 8 Euro. (Bezahlt wurde in der Landeswährung, Norwegische Kronen, wie viel einfacher hat man es in Ländern, in denen der Euro die Währung ist!) Wenn es einem aber gefällt, dann zahlt man das ja auch. In einer netten Gemeinschaft schmeckt es einem besonders gut, Essen und Trinken, eine gute Grundlage für den Gesang. Etwa 20 Mitglieder des Blasorchesters leisteten uns Gesellschaft und konnten ganz schön lustig sein. Bei einigen Liedern drehten wir tüchtig auf. Unser Spaßvogel Charly war in seinem Element und riss uns alle mit. Man merkte er hatte Erfahrung.

Es war wieder ein schöner Tag.

Ein besonders schöner Tag erwartete uns aber auch am nächsten Tag. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Kaufhaus „Kvadrat“, wo uns zwei kurze Auftritte mit dem Blasorchester erwartete. Das Kaufhaus Kvadrat ist Sponsor des Blasorchesters.
Daher waren die Auftritte für uns eine Selbstverständlichkeit. An zwei Stellen im
Kaufhaus sangen und spielten wir abwechselnd. Und immer wieder eine gute Atmosphäre. Musik kennt eben keine Grenzen. Und Musik öffnet Menschen und Herzen, … bei manchen lockert es auch die Zunge.
Anschließend hatten wir dann etwas Zeit, uns im Kaufhaus umzuschauen und
vielleicht das eine oder andere zu kaufen. Mit 150 Geschäften und 17 verschiedenen Imbissständen und Restaurants zählt das Kaufhaus Kvadrat zu den größten Einkaufszentren Norwegens.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise wartete am Nachmittag auf uns: eine Fjordfahrt
mit einem gemeinsamen Abendessen auf einer Insel. Am Hafen von Sandnes sollte es um 16.00 Uhr mit einem eigens für uns gechartertem Boot los gehen.
Aber vorher trafen wir uns noch mit den Gastgebern im Hotel, um einen Umtrunk zu nehmen, bevor es dann gemeinsam zum Hafen ging.
Es war zwar ein Schnellboot, aber trotzdem fuhr es mit gedrosselter Geschwindigkeit durch die Stavanger vor gelagerte Inselwelt. 1.5 Stunden brauchten wir bis zur Insel Sternaroy. Leider war das Wetter bewölkt, trotzdem war  die Fahrt sehr schön und die Gastgeber hatten schon auf dem Boot für Getränke gesorgt. Aber was uns dann auf der Insel erwartete, lässt sich nicht so schnell beschreiben. Für uns war im Restaurant Maritim ein großes Fischbuffet mit Muscheln, Hummer, gegrilltem Lachs, Shrimps und Kartoffelsalat aufgebaut. dazu wurden Wein und andere Getränke gereicht. Und Kaffee bildete wieder den Abschluss. Es war schon eine große Höflichkeit, dass wir Gäste aus Deutschland zuerst zum Buffet gehen durften und dann erst die anderen aufstanden, um sich etwas zu nehmen. Mit einigen Gesangseinlagen aus unserem Chorrepertoire sorgten wir für eine gute Stimmung. Die war auch wirklich gut. dazu passte hervorragend das Chianti – Lied, von Walter Ulmann vorgetragen „Hoch die Tassen, hoch die Teller, hoch das Leben trallalala …“  Nebenan in einem Nachbarraum feierte jemand mit einer großen Gästeschar seinen 50. Geburtstag. Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, ihm ein kleines Ständchen zu bringen. Die Geburtstagsgesellschaft belohnte uns mit anhaltendem Applaus. Eine schönes und wichtiges Erlebnis an diesem Nachmittag, einfach mit ein paar Liedern anderen eine große Freude zu machen. Und wir hatten auch selbst Freude daran.
Gegen 21.00 Uhr fuhren wir dann wieder zurück. Nach einer Stunde erreichten wir den Hafen in Sandnes.
Freundlicherweise und sehr großzügig hatten uns Audun und
Marit Berg zu sich nach Hause eingeladen, um dort unsere Getränkereste zu verzehren. Sie wohnten in einem wunderschönen Haus, das sehr stilvoll eingerichtet war. Dadurch, dass wir in verschiedenen Räumen saßen, war auch die Kommunikation selbst zu vorgerückter Stunde noch sehr gut.
Es war sehr gemütlich.
Gegen 1.00 Uhr haben dann die meisten den Heimweg angetreten.
Was für ein schöner Tag!

Für einige war es besonders wichtig, dass am nächsten Morgen das Frühstück auch später als sonst eingenommen werden konnte. Um 12.00 Uhr sollten wir noch einmal eine kleine Kostprobe unseres Gesanges geben.
Hinter der evangelischen Kirche gab es einen kleinen Park, wo wir unsere Lieder vortragen konnten. Das Ende des Gottesdienstes bescherte uns noch eine ganze Reihe von netten Zuhörern, die sich offensichtlich an unserem Gesang erfreuten.

Wir verstanden es aber auch als Abschied von einer Reihe von Spielerinnen und Spielern des Blasorchesters, die gekommen waren, um uns auf Wiedersehen zu sagen. Eine sehr nette Geste, wenn es auch immer als eine Selbstverständlichkeit angesehen wird. es hat allen von uns gut getan.

Wir werden nicht vergessen,

den herzlichen Empfang durch die Norweger,
die Übernahme der Kosten eines großen Teils des Programms durch Kverneland ASA
die große Gastfreundschaft
die gute Gemeinschaft zwischen Norwegern und Deutschen
die vielen Freundschaften
die europäischen Begegnung  (auch wenn Norwegen nicht zur EU gehört)
die gute Musik, die wir uns gegenseitig geboten haben,
die große Disziplin, die alle gezeigt haben
und die alles verbindenden menschlichen, persönlichen Kontakte.

da kann man einfach nur sagen:
„Musik, du himmlisches Gebilde“.

Dafür sind wir alle sehr dankbar.

Dankbar sind wir auch für die vorzügliche Organisation von Andreas Bonse, von der Firma Kverneland Group SOEST,
dafür dass die Firma Kverneland Accord den Chor so großzügig sponsert, für die
gute Arbeit unseres Chorleiters, Herrn Gerd Sorg, und allen, die im Stillen dazu beigetragen haben, dass aus unserem Chor eine so eine tolle Gemeinschaft geworden ist.

Das war ein großes Erlebnis!

Um 15.00 Uhr holte uns der Bus am Hotel ab. Wir fuhren zum Flughafen und
flogen gegen 18.00 Uhr wieder über Kopenhagen nach Düsseldorf zurück.
Der Bus der Firma Schwertheim stand schon dort. Gegen 12.30 Uhr nachts
trafen wir an der Firma Kverneland Group in Soest ein. Müde, aber reich an Erfahrungen.
Es gab viel zu erzählen. Das Ende einer schönen und interessanten Reise !

Auf Wiedersehen bis ….? ... und viele Grüsse an unsere norwegischen Freunde.!

Autor: Dr. Günter Boecken

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